Mein Weg ins Nomadentum – Teil 1

Schon während meiner Ausbildung zur Industriekauffrau merkte ich, der tagtägliche nine to five Job bis zur Rente ist nichts für mich. Als gelernte Industriekauffrau saß ich nach meiner Ausbildung in einer Bank. Ein solider Job, keine Frage, aber ich war todunglücklich. Irgendwie war ich nicht ich selbst. Ich übte diesen Job aus, weil ich dachte, dass ich es muss. Das ist der normale Weg, den jeder geht und das Leben ist ja schließlich auch kein Wunschkonzert!

Ich hatte jedoch das Gefühl ein Korsett zu tragen. Mehr als das, ich fühlte mich wie eine Marionette, dessen Leben fremdbestimmt ist. Soll das der Sinn des Lebens sein? Ausbildung, Arbeit, irgendwann die Rente mit 67? Ganz ehrlich? Ich habe das Ganze nicht mehr ertragen und wollte das auch so nicht akzeptieren. Es muss doch noch andere Wege geben, ohne mit dieser Lösung in der Gosse zu landen.

Diese Welt bietet so viel. Es gibt viel zu viel zu sehen und zu erleben. Seit ich denken kann, reiste ich für mein Leben gerne. Ich hatte schon immer eine Faszination für fremde Länder und Kulturen. Es gab so viel zu entdecken und ich sitze hier. Ich stellte mir also die Frage, wie ich meinen Traum vom Reisen erfüllen kann ohne dabei vorerst die finanzielle Sicherheit aufzugeben. Ohne touristische Ausbildung stellte ich mir das schwierig vor. Doch heute weiß ich, es geht alles. Du brauchst lediglich einen starken Willen, sehr viel Disziplin und Zielstrebigkeit!

Im Prinzip war mein eigentliches Ziel, als großer Spanien-Fan, natürlich in diesem Land zu leben und zu arbeiten. Ich liebte die Sprache, die Mentalität, tanzte Flamenco…das Nomadentum war also als solches ursprünglich nicht geplant. Wie ging ich also vor?

Quelle: Pixabay

Quelle: Pixabay

Ich bewarb mich schon mit 20 im Robinson Club als Verwaltungsassistentin für Spanien. Jedoch erhielt ich eine Absage. Voraussetzungen für die Position waren damals: Mindestalter 21 und zwei Fremdsprachen, in dem Fall spanisch, fast fließend. Shit! Ich war doch erst mal niedergeschmettert. Mir schossen zig Gedanken durch den Kopf. Wäre ich sonst denn qualifiziert genug? Muss ich vielleicht doch Tourismus studieren? Was war also die Lösung? Ich rief nochmals beim Robinson Club in der Zentrale an, um mir ein telefonisches Feedback einzuholen. Die Personaldame war sehr freundlich. Mit der Industriekauffrau habe ich eine solide, kaufmännische Ausbildung absolviert. Es scheiterte also lediglich am Alter und den Fremdsprachenkenntnisse. Also packte ich es an!

Erster Schritt war: Spanisch lernen! Vorerst über VHS, aber das Lernpensum befriedigte mich Null. Gott sei Dank wohnte ich damals noch zu Hause, somit konnte ich das meiste meines Gehalts auf die Kante legen. Also traf ich eine Entscheidung! Ein Jahr sparte ich meine Kohle für einen mehrwöchigen, intensiven Sprachkurs in Spanien. Dann traf ich für mich eine schweren Entschluss, der doch Mut erforderte: Ich kündigte meinen Job. Natürlich hatte ich Zweifel, ob das vernünftig ist, ob es das richtige ist. Ich kann euch sagen, in den nachfolgenden Post kommen noch viel unvernünftigere Entscheidungen J. Also auf nach Málaga…..

Erfahre in meinem zweiten Post den nächsten großen Schritt ins Nomadentum.

 

Bist du mit deiner jetzigen Situation auch unglücklich? Sehnst du dich nach Veränderung? Was hält dich momentan noch davon ab? Schreib es mir!

 

 

 

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2 Gedanken zu „Mein Weg ins Nomadentum – Teil 1

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