Mein Weg ins Nomadentum – Teil 2

Im ersten Teil beschreibe ich meine Gedankengänge und wie ich den ersten Schritt in das Nomadentum wagte.

Ich habe es getan! Krass! Der Job war gekündigt. Meine Eltern waren nicht sonderlich begeistert. Jedoch sagten sie immer, absolviere eine solide Ausbildung, dann kannst du machen was du willst. Ich nahm sie beim Wort! Im Nachhinein, bin ich mir sicher, wünschten sie sich, dass sie es nicht gesagt hätten. Sie beruhigten sich jedoch mit dem Gedanken, das Kind ist noch jung, Fremdsprachenkenntnisse sind immer vom Vorteil….sie findet schon etwas danach.

Also packte ich meine sieben Sachen. Mein Alter war vom Vorteil, somit konnte ich mich über meine Mutter versichern lassen. Ich schloss noch eine Einzelpolice für eine Auslandskrankenversicherung bei der AXA ab. Total super, denn das bedeutete, ich zahlte nur für die drei Monate Beiträge. Es liegt schon knapp 12 Jahre zurück, aber ich meine mich zu erinnern, dass es nicht mehr als 36 Euro für den gesamten Zeitraum waren. Also extrem günstig! Mein Erspartes reichte genau für die Sprachschule, Unterkunft, Essen und kleine Freizeitaktivitäten (schätze das es knapp 3.000 Euro waren). Nach meiner Rückkehr war klar, wenn ich nicht direkt etwas finde, muss es erst mal zum Arbeitsamt gehen. Doch das war noch ganz weit weg von mir.

Blick auf MálagaAuf nach Malaga!

In Malaga besuchte ich dort die Sprachschule Dialogo. Ursprünglich wollte ich in einer WG leben. Doch das, was mir begegnete, war einfach nur Horror! Die Wohnung total heruntergekommen, dreckig und nur zugekiffte, besoffene Mitbewohner, die weniger für den Sprachkurs da waren, sondern mehr um Party zu machen. Ich hatte jedoch andere Ambitionen und andere Ziele für die Zukunft. So würde ich meinem Traum zumindest nicht näher kommen. Ich musste da raus….sofort! Das war einfach furchtbar dort. Die Sprachschule suchte noch am gleichen Tag eine Gastfamilie. Und ich hatte wahnsinniges Glück! Ich lebte knapp drei Monate bei der tollsten spanischen Familie, die man sich nur wünschen kann. Übrigens würde ich immer eine Gastfamilie vor einer WG vorziehen. Nicht weil ich in dem Fall eine blöde Erfahrung machte, sondern du lernst die Kultur intensiver und näher kennen und bist gezwungen jederzeit die Sprache zu sprechen. In einer WG neigt man dann doch eher dazu, sich auf Englisch zu unterhalten. Mehr über Málaga und Sprachschulen erfahrt ihr in meinen kommenden Posts.

Mit dem Zertifikat Nivel Avanzado (fortgeschritten) kehrte ich nach Deutschland zurück. Die Rückkehr war ein Kulturschock! Diese ganzen tristen Gesichter zu sehen. Das unbeschwerte südländische Leben fehlte mir sofort. Obwohl die Arbeitslosigkeit in Spanien viel höher ist, ist das Leben dort unbeschwerter. Ich konnte nicht mehr in Deutschland leben! Schon als ich am Flughafen ankam, wäre ich am liebsten sofort wieder in den Flieger zurück gestiegen. Ich hätte tatsächlich nur weinen können, denn in Málaga ließ ich mein Herz. Meine Leidenschaft zu Reisen wurde dadurch noch stärker entfacht. Es war meine erste längere Reise und ich hatte es ohne Vorkommnisse überstanden. Es ist gar nicht so schlimm, wie man es sich vorher vielleicht vorstellt. Die Nervosität, die ich vorher hatte, war unberechtigt. Die drei Monate gehören mit zu meinen schönsten Erlebnissen. Von da an zeigte es mir, wenn ich das geschafft habe, kann ich noch viel Größeres wagen.

Ich musste jetzt alles darauf setzen, Bewerbungen ins Ausland zu schicken. Ich bewarb mich wieder im Robinson Club. Dieses Mal formulierte ich die Bewerbung auf spanisch und deutsch. Zwei Monate später bekam ich nach einem spanisch geführten Vorstellungsgespräch in Hannover die Zusage. Prompt ging es nach Fuerteventura! Ich war dermaßen aufgeregt! Das war ein großer Schritt! Ich wusste, ich werde für mindestens ein Jahr das erste Mal von zu Hause weg sein. Krass! Der Beginn das Reisen mit dem Job zu verbinden war mir endlich gelungen!

Im dritten Teil „Mein Weg ins Nomadentum“ liest Du, wie Ayurveda und Indien mir die persönliche Erleuchtung gab und ich den Sprung ins Nomadentum wagte.

Was ist Dein sehnlichster Wunsch? Hast Du auch schon mal voller Passion und Ehrgeiz für Dein Ziel gekämpft?

 

 

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Ein Gedanke zu „Mein Weg ins Nomadentum – Teil 2

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