Reisen und Arbeiten: Die Vor- und Nachteile im Clubhotel

Wer das Reisen mit dem Arbeiten verbinden möchte, sich aber dennoch nicht in die Selbstständigkeit traut, für den gibt es natürlich Alternativen. Eine davon möchte ich dir vorstellen: Arbeiten im Clubhotel. Jeder von uns hat mit Sicherheit schon mal in einem Hotel oder vielleicht sogar Clubhotel Urlaub gemacht. Sommer, Sonne, Strand, gute Laune….die Liste könnte man so weiterführen. Doch was erwartet dich, wenn du beispielsweise als Animateur, Tauchlehrer, Tontechniker, Tischler, Kellner, Kinderbetreuer oder als Rezeptionist im Club selbst arbeitest?

Als ich mit knapp 21 Jahren in den Robinson Club Jandia Playa ging, bin ich zugebenermaßen mit einer sehr romantischen Vorstellung hingeflogen. Darüber, dass das in dem Fall ein Party-Single-Club war, wurde nie ein Sterbenswörtchen verloren. Aber nur am Rande: Cluburlaub heißt nicht automatisch, dass es für die Party-/Single-Animals geeignet ist. Der Robinson Club deckt zum Beispiel mit seinem Portfolio sämtliche Bedürfnisse des Gastes ab. Somit gehören auch Familien-, Sport- und/oder Kinderclubs zum Repertoire. Ich persönlich kann den Robinson Club Daidalos empfehlen, der mein Traumata aus dem Jandia wieder wettmachte….lol :D. Der Club auf Kos ist ein Familienclub und von seiner Atmosphäre her sehr herzlich.

Quelle: Flickr Batle Group

Quelle: Flickr Batle Group

Doch wer sich wirklich mit dem Gedanken befasst, diesen Schritt zu gehen, sollte sich darauf einstellen, dass es kein typischer nine to five job ist, geschweige denn eine Fünftagewoche. Ich habe hier mal die Vor- und Nachteile eines Clublebens abgewägt. Vielleicht erleichtert dir das deine Entscheidung? Ansonsten findest du unten noch einen Link zum Jobcheck vom Robinson Club. Hier kannst du feststellen ob du für den Job tatsächlich geeignet bist.

Vorteile

  • Tolles Wetter
  • Wundervolles Panorama (Strand, Meer, See oder Berge)
  • Hin- und Rückflug wird bezahlt
  • Unterkunft wird dir gestellt, je nach Position Einzel- oder Doppelzimmer
  • Nutzung der Sport- und Fitnessangebote: Der Fitnessbereich wie auch die damit verbundenen Kurse sind in der Regel kostenlos. Gegen Vergünstigungen kannst du auch Surf-/Catamaran-/Tauchkurse belegen oder dich in weiteren Trendsportarten versuchen
  • Vergünstigte Freizeitangebote wie Acrylmalerei im Atelier, Landesausflüge, Wellness
  • Essen im Restaurant bei einer umfangreichen, vielfältigen und landestypischen Kulinarik
  • Barrabatt
  • Es gibt wenige Jobs in denen du dich so vielseitig ausleben und ausprobieren kannst. Du übst dich in verschiedenen Rollen und hast neben deinem Hauptjob noch Zusatzaufgaben: Nachmittags oder Abends ein- bis zweimal in der Woche Kochdienst, wirkst in der Regel bei zu zwei Theater-/Musicalshows mit, die sich 14-tägig wiederholen und unterstützt in Guestrelation in Form von Ankunft- und Abreisedienst der Gäste
  • Clubarbeit ist eine gute Möglichkeit Geld auf die Kante zu legen, da du wenig Möglichkeiten hast, es auszugeben
  • Du gewinnst Menschkenntnisse und Rhetorik hinzu
  • Du lernst mit verschiedenen Typen von Menschen und Kulturen umzugehen

Nachteile

  • Sechs-Tage-Job
  • Kein nine to five Job, die Arbeitszeiten sind sehr lang
  • Neben deinem Hauptjob, hast du diverse andere Aufgaben
  • Barpflicht bis 24 Uhr. Bedeutet gemeinsam mit den Gästen an der Bar socializen. Die Häufigkeit variiert von Club zu Club, in der Regel sind es drei bis fünf Mal in der Woche
  • Barpflicht bedeutet auch Socialising mit Gästen, nicht mit Kollegen
  • Du musst immer bedacht sein, was du erzählst, denn du repräsentierst den Club
  • Du musst stets in ALLEN Situationen souverän reagieren
  • Kochen wie auch die Mitwirkung in einer Show sind Pflicht
  • Im Restaurant muss mit dem Gast zusammen gegessen werden
  • Du bist stets Gastgeber, auch an deinem freien Tag, wenn du dich durch den Club bewegst
  • Du bist rund um die Uhr auf der Bühne und kannst beziehungsweise darfst dich niemals gehen lassen
  • Du musst immer ein Lächeln übrig haben, positiv und stets freundlich sein, auch wenn dir einfach mal nicht danach ist
  • Rückzug und Auszeiten sind sehr rar, gerade wenn man auch noch ein Zimmer teilt
  • Dies hat alles zur Folge, dass der Job teilweise sehr anstrengend ist und für eine chronische Müdigkeit sorgt
  • Urlaub erfolgt jedoch erst nach dem „Urlaub“, also nach der Saison
Quelle: Robinson Club

Quelle: Robinson Club

Manchmal haben die Clubhotels auch spezielle Bezeichnungen für ihre Mitarbeiter. Im Robinson Club nennen sie sich Robins. Ob du zum Beispiel wirklich ein geborener Robin bist, zeigt dir der Check vom Robinson Club. Falls das Ergebnis mit einem klaren ja ausfällt und du nicht so Recht weißt, welcher Job am besten zu dir passt, probiere dann den Job-Finder aus.

Im Laufe der Zeit werde ich dir noch weitere Möglichkeiten aufzeigen, das Reisen mit der Arbeit zu verbinden ohne die Sicherheit aufzugeben.

Hast du noch Fragen zur Clubarbeit oder bist unsicher? Schreib mir gerne! Hast du vielleicht bereits schon in einem Club gearbeitet? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht?

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Ein Gedanke zu „Reisen und Arbeiten: Die Vor- und Nachteile im Clubhotel

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