Wie Indien mein Leben veränderte – Teil 2

In meinem letzten Post „Wie Indien mein Leben veränderte – Teil 1“ erzähle ich von anfänglichen Schwierigkeiten meiner ersten großen Reise – alleine mit 21 Jahren nach Indien zu gehen. Jede Erfahrung die ich machte, im positivem wie auch negativem Sinne, war wichtig für meine Persönlichkeit und Entwicklung. Das denke ich tatsächlich! An Problemen, sorry….Herausforderungen sagt man ja heutzutage, wächst du. Selbst in der Not, wo ich nicht mehr weiter wusste, und da war ich öfters, ging es immer irgendwie weiter. Ich hatte stets das Glück immer wundervolle Menschen zu begegnen, die mir einen Denkanstoß gaben, mich inspirierten und manchmal auch direkt weiterhelfen konnten. Also lasse Dich bei Deinem Tun, wie auch die teilweise kommenden Misserfolge nicht entmutigen. Bleib zuversichtlich und beharrlich!

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

Nachdem ich die Nacht mehr oder weniger auf dem Fußboden von Mumbais Flughafen überstanden hatte, ging um 6:30 Uhr mein Flug weiter nach Bangalore. 1 ½ Stunden später landete ich, samt Gepäck. Das war noch immer meine größte Sorge bei den ganzen Zwischenstopps. Doch es lief alles gut. Draußen standen unzählige Menschen. Es war noch dunkel. Ich entdeckte einen Mann mit einer Kritzelei auf einem Pappschild „Domnick Ayurdhama“. Ayurdhama hieß die Ayurvedakurklinik, in der ich meinen Abschuss zur Ayurveda Massage Therapeutin absolvierte. Ich war übrigens zu der Zeit schon Ayurveda Massage Praktiker. Mit dem Auto ging es 50 Kilometer außerhalb Bangalores in das Dorf Nelamangala, fernab vom westlichen Tourismus. Völlig müde und gerädert nach meiner 27-stündigen Reise kam ich nun endlich an.

Der Empfang war sehr freundlich und warmherzig. Ich hatte dort ein eigenes Lodge…unglaublich. Damit hatte ich nicht gerechnet! Das Ressort war eine eigene Welt. Es waren kaum Gäste da. Es wirkte alles so ursprünglich, traditionell, idyllisch und wunderschön. Es war alles sehr weitläufig und ruhig. Leider war damals noch nicht die digitale Zeit, so dass ich wirklich repräsentative Bilder liefern kann. Immerhin, es liegt schon 11 ½ Jahre zurück :). Daher sieh es mir bitte nach.

Da ich auf einem Sonntag ankam, fing der Unterricht erst am Montag an. Also legte ich mich für ein paar Stunden aufs Ohr. Auf der einen Seite war es ruhig, es gab keinen Straßenlärm etc… Was ich aber nicht gewohnt war, war die Lautstärke der Natur. Ich befand mich quasi auf dem Land, fast schon im „Dschungel“. Es gab Affen, Geckos, Frösche, Grillen usw … und die können einen Krach machen, das kannst Du Dir nicht vorstellen! Das war anfangs doch gewöhnungsbedürftig. Vor allem hattest Du das eine oder andere Haustier ungewollt in deinem Lodge. Die Frösche kamen auch die Kanalisation hoch ;). Darüber hinaus waren mehrfach Stromausfälle Tagesordnung. Ebenso gab es selten warmes Wasser. Diese und weitere kleinen Dinge weiß man später umso mehr zu schätzen, wenn es wieder zurückgeht. Indien hat mich bescheidener und dankbarer gemacht.

NoToilet

Quelle: Pinterest – Eleanora Hye

Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr man sich auf eine heiße Dusche, Toilettenpapier oder überhaupt richtige Toiletten freuen kann :). Heutzutage ist das, denke ich zumindest, anders in Indien. In den Großstädten ist es wahrscheinlich fortgeschrittener und in den Hotels sowieso. Wobei ich sagen muss, an dem Flughafen Mumbais gab es damals zumindest noch keine richtigen WCs. Wenn jemand dazu aktuelle Erfahrungen hat, soll er es mir gerne in den Kommentaren unten schreiben :). Ich hatte mich damals schnell akklimatisiert in Indien und fand es wundervoll. Die Erfahrungen, die ich machte, waren absolut lehrreich und auch dafür bin ich heute noch sehr dankbar.

Hat Dich eine Reise auch mal verändert? Hast Du eventuell danach tiefe Demut oder Dankbarkeit empfunden? Mehr über meine Indien-Erfahrung und Ayurveda Ausbildung, erfährst Du in meinen nächsten Blog-Beiträgen.

 

 

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